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Viele Fragen, keine Antworten"I am probably not the only one who writes in order to remain faceless. Don’t ask me who I am, or tell me to stay the same: that is the bureaucratic morality."
Michael Foucault

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Staatsbürgerschaft?

Staatsb?rgerschaft ist (...) ein dynamische Konzept, in dem Prozess und Ergebnis ein einem dialektischen Verh?ltnis zueinander stehen. Handlungsf?higkeit bildet den Kern dieser Konzeption. Staatsb?rgerschaft, als Partizipation verstanden, ist ein Ausdruck menschlichen Handelns in der politischen Sph?re, w?hrend Staatb?rgerschaft als Recht Menschen erm?glicht, handelnd t?tig zu sein. (Ruth Lister)

Die Idee der Staatsb?rgerschaft ist am Ende.
Bisher drehten sich die allermeisten Diskussionen in diesem Bereich um eine Idee eines Staates, der mittels seiner Institutionen es dem einzelnen Individuum die gleichen Chancen erm?glicht. Institution sind demzufolge Ausdruck de Bindung zwischen Staat und Individuum als auch der Rahmen, der diese Bindung aufrechterh?lt. In der Auspr?gung des bundesdeutschen Verst?ndnisses bedeutete dies auch die direkte ?bernahme von Verantwortung f?r die Schwachen in dieser Gesellschaft oder das Auffangen von Notsituationen. Sicher, in gewisser Weise ist dieses Bild idealisiert aber man darf auch nicht ?bersehen, dass der Begriff st?ndigen Revisionen unterworfen war. Das urspr?ngliche erwachsene, m?nnliche Subjekt, das mit diesem Konzept angesprochen werden sollte, hat sich inzwischen gewandelt. Die Subjekte sind inzwischen nach Alter, Geschlecht und Ethnie u.a. differenziert.
In Zeiten der Globalisierung wird sich dieses Verst?ndnis des Verh?ltnisses zwischen Staat und Individuum verst?ndlicherweise wandeln m?ssen. Die Frage ist nur wie. Wird in Zukunft dar Kapital an die Stelle der nationalstaatlichen Institutionen treten? Oder werden wir in der Lage sein, quasi transnationale Institutionen zu schaffen, die das Gewicht haben werden, vermittelnd in einer globalisierten Welt aufzutreten?
Die nationale Politik hat einen kaum noch sp?rbaren Effekt auf die momentane Entwicklung. Schlimmer noch, die Politiker in entscheidenden Funktionen sind zu Handlangern einer neoliberalen Entwicklung geworden.
Der ?freie? Markt schafft keine stabile gesamtwirtschaftliche Dynamik, arbeitet ohne Regelungen und Kontrollen ineffizient und produziert ein asoziales unsoziales Verteilungsergebnis (ebda. Nachdenkseiten). Die guten Bedingungen (Tarifvertr?ge, Sozialabsicherung usw. usf.) haben seit dem zweiten Weltkrieg eine stabile Entwicklung der Wirtschaft und der westlichen Gesellschaften ?berhaupt erst erm?glicht. Nur als die M?rkte anfingen ges?ttigt zu sein, wurde es anders. Die Wende zu einer verbrauchorientierten und ressourcenschonenden Wirtschaftlichkeit wurde verpasst. Stattdessen wurde ?Wachstum? zum sinnentleerten Fetisch erhoben.
Seit dem Ende des Bretton-Woods-Abkommens in den 70ern des vergangenen Jahrhunderts wird den Menschen in den westlichen Industrienationen eine asoziale, deprivierende Ideologie ins Gehirn geblasen, ?ber die sich die meisten, mit Alltagsbew?ltigung besch?ftigt, weder hinwegsetzen k?nnen noch wollen. Es wird behauptet, dass der Einzelne alles erreichen kann, ohne auf andere angewiesen zu sein, auch nicht auf soziale Sicherungssysteme, die ihn nur hindern schneller, das zu erreichen, was sie angeblich so dringend brauchen. Dar?ber hinaus wird jeder, der aus diesem System herausf?llt, als wertlos marginalisiert. F?r alle die Warnung sich m?glichst anzupassen und mitzumachen, wenn sie nicht genauso enden wollen.
Die Methode zur Erreichung einer passiven hinnehmenden Haltung ist einfach. Die gesellschaftlichen Gruppen werden gegeneinander ausgespielt. Die, die noch Arbeit haben, werden auf die gehetzt, die keine mehr haben. Im Gegenzug wird den Erwerbslosen st?ndig ihre Wertlosigkeit vor Augen gef?hrt und die Welt der Erwerbst?tigen als einzig selig machendes Ziel vorgegaukelt, bis sie die Erwerbst?tigen daf?r, dass sie in dem Hamsterrad mitmachen und immer mehr f?r immer weniger arbeiten, ankreiden. Die Marginalisierten gegen die noch nicht Marginalisierten. So wird bisher erfolgreich verhindert, dass beide Gruppen dahinterkommen, dass sie als gleicherma?en verarscht werden betroffen sind. Die Jungen (nicht mehr Rentenbezieher) auf die Alten (noch Rentenbezieher). Die, die noch in dem Land leben, in dem sie ihre nationale Zugeh?rigkeit erworben haben, gegen die anderer Nationalit?t.
Im Verst?ndnis einer neoliberalen Wirtschaft spielt Chancengleichheit keine Rolle mehr, sondern um Gewinnmaximierung um jeden Preis und koste es was es wolle. Der Mensch ist zu einer Zahl geworden. Eine Zahl, die ihren Wert proportional zu den Unternehmergewinnen, entwickelt oder reduziert. Wird hier ein gewisser Wert unterschritten, ist der Mensch wertlos und wird entfernt. Das Leben wird auf betriebswirtschaftliche Belange reduziert.
Die sozialen Sicherungssysteme werden in die privaten Sph?ren zur?ckgedr?ngt. Jeder soll sich selbst der n?chste sein. Gemeinschaften werden nach wirtschaftlichen Bed?rfnissen zerst?rt (z.B. Forderung der allzeit bereiten Mobilit?t oder die Umsiedelung von indigenen Gruppen und damit die Zerst?rung ihrer Lebensgrundlage und Kultur bei sinnlosen und ?kologischen bedenklichen Staudammprojekten). Es gilt der maximal m?gliche Gewinn.

M?glicherweise hat D. Adams recht und wir stammen alle von Immobilienmaklern, Telefondesinfizierern und Unternehmensberatern von Golgafrincham ab.
1.8.05 22:25
 





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