Viele Fragen, keine Antworten

 

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Viele Fragen, keine Antworten"I am probably not the only one who writes in order to remain faceless. Don’t ask me who I am, or tell me to stay the same: that is the bureaucratic morality."
Michael Foucault

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Keine Zielgruppe

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This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.0 Germany License.









Umzug abgeschlossen

Somlus Welt ist umgezogen. Ab sofort findet ihr mich unter

www.somluswelt.wordpress.com.

Ich freue mich darauf alle meine Leserinnen und Leser auch dort wieder zu treffen.

Die Kommentarfunktion hier werde ich in ein paar Tagen abschalten.
27.2.06 19:28


Umzug

Also, wenn ihr netterweise mal nachschauen könnt, wie ihr mein zukünfites Blog findet, klickt hier.

Nachdem ich nun blogscout einbinden konnte, will ich auch ein bischen traffic sehen ;-), damit ich es besser beurteilen kann, bevor ich die im Supportbereich zutexte ;-)

Nachtrag: Scheinbar ist das neue Blog zum Selbstläufer geworden, bis auf ein paar Extraseiten, die ich die Tage noch umkopieren werde und die ganzen Ummeldungen, ist der Umzug abgeschlossen. Die beiden Beiträge von heute sind schon eingestellt.
27.2.06 17:44


In der Bütt

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle die legändäre Büttenrede veröffentlichen, die einen Einsatz der Polizei nach sich zog, zumindest wird dies gemunkelt. Aber irgendwie kann ich sie in den Tiefen meiner Dateien nicht mehr finden.

Aber glücklicherweise gibt es noch Herrn Semmel, der sie freundlicherweise vertont hat, bitte hier lang.

Nachtrag: Ich habe sie wiedergefunden, googlen hilft :-), ist eine etwas andere Version.

Alaaf Helau, seid ihr bereit,
Willkommen zur Beklopptenzeit
Mer kenne des aus Akte X
doch Mulder rufe bringt da nix,
des kommt durch Strahle aus dem All,
und plötzlich dann ist Karneval.

Uff einen Schlach wern alle dämlich,
denn das befiehlt das Datum nämlich.
Es ist die Zeit der tollen Tage,
so eine Art Idiotenplage,
eine Verschwörung blöd zu werden,
die jährlich um sich greift auf Erden.

E wahre Ausgeburt der Hölle,
und Ausgangspunkt sin Meenz un Kölle.
Denn dort gibts net nur RTL,
das Fernseheinheitsbreikartell,
sondern ach jede Menge Jecken,
die sich auf Nasen Pappe stecken.

In Teufelssekten sich gruppieren,
danach zu Elferräten sich formieren.
Und dann muß selbst das dööfste Schwein,
dort auf einmal fröhlich sein.

Auf einmal tun in allen Ländern,
die Leute sich ganz schlimm verändern.
Sie gehn sich hemmungslos besaufe,
und fremde Mensche Freibier kaufe,
schmeiße sich Bonbons an de Schädel,
betatsche Jungens und auch Mädel
und dun ein jedem den se sehn
ganz tierisch uff die Eier gehn.

Sie tun nur noch in Reime spreche,
und sin so witzisch, man könnt breche,
bewegen sich in Polonäsen,
als trügen sie Gehirnprotesen,
man möchte ihnen- im Vertrauen-
am liebsten in die Fresse hauen.

Doch was soll man dagege mache?
Soll man darüber vielleicht noch lache?
Es hilft kein Schreie un kein Schimpfe,
man kann sich net mal gege impfe,
die macht der Doofen ist zu stark,
als das man sich zu wehrn vermag.

Am beste is man bleibt zu Haus,
un sperrt den Wahnsinn einfach aus.
Man sperrt sich ein paar Tage ein,
und läßt die Blöden blöde sein.
Der Trick ist das man sich verpisst,
bis widder Aschermittwoch ist.

Und steht ein Zombie vor der Tür,
mit so ´nem Pappnasengeschwür,
und sagt statt “Hallo” nur “Helau”,
dann dreh sie um, die dumme Sau,
und tritt ihr kräftisch in den Arsch
und ruf dabei: Narrhalla-Marsch!”
“Vielen Dank …”


Diese Büttenrede wurde 1995 in Flörsheim am Main gehalten und der Redner musste nach dem Vortrag unter Polizeischutz rausgebracht und die Sitzung vorzeitig beendet werden.
27.2.06 14:16


Billiglohnland

Ich würde ja gerne schreiben, dass die Einführung der Ein-Euro-Jobs undurchdachte Dummheit war, aber ich befürchte, dass dahinter Kalkül stand. Der Regelsatz für ALGII Empfänger wird zukünftig der Maßstab für das Nettoeinkommen für sogenannte Geringqualifizierte sein. Aber prekäre Berufbiographien und ein Leben von der Hand in den Mund sind inzwischen bei qualifizierten ArbeitnehmerInnen und AkademikerInnen angekommen. Davon, dass ständig wiederholt wird, es ginge um die Geringqualifizierten, ändern sich die Zahlen nicht. Volkswirt und Autor Dirk Hauer nennt die Entwicklung, dass zwei Drittel aller Niedriglohnbezieher zwischen 30 und 55 Jahre alt sind und aus allen Berufsschichten kommen, normale Arbeit anno 2004.

Viele Institutionen, die einmal Leute über ABM eingestellt haben, machen das jetzt über die Einstellung von Ein-Euro-Jobbern. Das geht so weit, dass andere für alle Beteiligten letztlich günstigere Möglichkeiten nicht mehr in die Strukturen integriert werden. In Köln bestände die Möglichkeit für 300 Arbeitslose, die ALGII beziehen, sogenannte Arbeitsgelegenheiten in Vertrag einzustellen. Hier würde das Arbeitsamt für ein Jahr die Kosten für die ArbeiternehmerInnen übernehmen, Die Arbeitnehmer bekämen einen Arbeitsvertrag und eine Anstellung nach Tarif. Die Vorraussetzungen für die Genehmigung einer solchen Arbeitsgelegenheit sind, dass sie im anleitenden/bildenden Bereich angesiedelt sein müssen und sich an Arbeitslose mit besonderer arbeitsmarktlicher Benachteiligung (besonders lange arbeitslos, Alleinerziehend, Andersfähig. Migrationshintergrund) wendet. Das Angebot ist vergleichbar mit den früheren ABM-Stellen. Letztes Jahr gab es von diesem Jahr immerhin schon 75 Stellen. Von denen lediglich 10 in Anspruch genommen worden waren. Die Hilfe-Strukturen in Köln, die ein solche Angebot umsetzen können, haben ihre Strukturen ganz auf Ein-Euo-Jobber umgestellt.

Mal abgesehen davon, dass nur wenige Arbeitslose von dieser Möglichkeit wissen, zeigt sich hier doch am deutlichsten, dass die Vorgabe, dass Integrationsjobs keine Arbeitsplätze ersetzen dürfen, Makulatur ist. Aber wem erzähle ich es.

Im Streit um Mindestlohn, stehen die Geringqualifizierten in direkter Konkurrenz zu hochqualifizierten AkademikerInnen, die inzwischen in einer prekären Berufsbiographie angekommen sind. Im Informationsdienst des Wissenschaftladen Bonn wird eindrucksvoll geschildert, wie einer arbeitslose Schauspielerin ein Traumjob als Schauspiel- und Artistik-Anleiterin durch ein Job-Center angeboten wird. Natürlich auf Ein-Euro-Basis. Die arbeitslose Schauspieler lehnte ab, weil sie der Ansicht ist, dass eine solche Arbeit mehr wert ist, als 1 Euro. Die Sachbearbeiterin im Job-Center drohte mit Leistungskürzung, hinterfragte aber überhaupt nicht, ob dieser Job tatsächlich zusätzlich und gemeinnützig. Ich weiß ja nicht, ob die MitarbeiterInnen der ArGes Prämen für einen hohe Vermittlungsquote bekommen aber ein 1-Euro-Jobber gilt in der Statistik nicht mehr als arbeitslos. Ein Schelm wer dabei böses denkt.

Die radikale Senkung der Löhne in der Bundesrepublik scheint erklärtes Ziel von Wirtschaft und auch Politik zu sein. Die gewählten "Volksvertreter" verdienen den Namen nicht. Sie vertreten unter dem Deckmäntelchen wirtschaftlicher Verantwortung die Interessen von Konzernen, die ihre Umsatzrendite gerne auf Kosten ihres Personals und der sozialen Systeme erhöhen möchten. Klar, wer für jeden Euro Umsatz mehr in der Tasche behalten kann, wer will das nicht. Dagegen sollte die Politik ein Korrektiv bilden (Eine interessante Diskussion dazu findet sich bei che). Davon sehe ich nicht viel. Wenn ich mir die Mühe mache, darüber nachzudenken, was in den Köpfen unserer SpitzenpolitikerInnen vorgehen mag und wie sie die unterschiedlichen Realitäten, in denen das sie wählende Volk lebt, einschätzen, habe ich schwer den Verdacht, dass sie nicht mehr viel außerhalb ihrer eigenen Sphäre mitbekommen. Vermutlich stressbedingt kortikoidgeschädigt*.

Und worauf läuft das alles hinaus?

Dirk Hauer sieht einen Trend zur Prekarisierung du zu Niedriglöhnen. "Nicht zufällig ist der Umstand, dass die Umsetzungen der Hartz IV-Maßnahmen zusammenfällt mit direkten unternehmerischen Angriffen auf die Löhne." Daher kämen die Ein-Euro-Jobs nicht wie "Kasper aus der Kiste, sondern seien immer erklärtes Ziel gewesen."

Und so kann man in Deutschland für kleines Geld hochqualifiziertes Personal einkaufen.

Einmal im Jahr fliegen die beiden Porzellandesigner für einige Wochen nach Taiwan. Dort sitzt ein Unternehmen mit dem die Deutschen eng zusammenarbeiten. "In Taiwan gibt es schon lange keine Billiglöhne mehr", sagt Stephan Ziege. "Dort werden in den meisten Branchen Gehälter gezahlt, die hierzulande mancher gerne hätte." Deswegen ließen viele Asiaten in Deutschland und Europas produzieren. Billiger. Nicht selten ein Ein-Euro-Jobber.



*(Zur Erklärung: wer nach einer stressigen Phase nicht mehr runterkommt, sondern weitermacht, bei dem schüttet der Körper ein cortisonähnliches Hormon aus, welches das Schmerzempfinden herabsetzt und uns befähigt länger durchzuhalten. Allerdings ist man in diesem Zustand weder für Kritik von außen noch zur Selbstkritik fähig, auch schränkt sich das Wahrnehmungsfeld stark ein, weil man sich so sehr auf eine Aufgabe konzentriert. Es ist auch schwer aus diesem Zustand wieder auszusteigen. Ein gutes Beispiel für die Folgen eines solchen Zustandes war Gerd Schröder am Wahlabend. Es heißt auch, dass dieser Zustand süchtig macht.)

Alle Zitate stammen aus: Ein-Euro-Jobs für Akademiker. In: Informationsdienst 08/2006 Wissenschaftladen Bonn), leider ist der Artikel online nicht einsehbar.
27.2.06 11:27


Umzugspläne

Ich trage mich mit Umzugsplänen, es ist noch nichts entschieden, ich experimentiere mit wordpress.com, bin aber bisher nicht wirklich glücklich. Hier bei myblog kann ich deutlich mehr Anpassungen in den vorgegebenen Designs vornehmen und wenn Nico nun irgendwann den wysiwyg-Editor installiert, dann wird das hier mit der Eingabe auch komfortabler.

Wenn mir jemand verraten kann, wo ich bei der wordpress-Software meine Buttons und dergleichen eintragen kann, wäre ich auch sehr glücklich. Außerdem wüßte ich gern, ob und wie ich die Sidebars errweitern kann, das habe ich bisher noch nicht kapiert.

Nachtrag:
Kann mir mal einer oder eine den Unterschied zwischen Templates und Plugin erklären?

@Daniel, soweit ich mich durch die fqas gewühlt habe kann ich dort keine plugins selbstständig einbauen.
26.2.06 10:58


Fundstück der Woche

Marketing ist nicht einfach, Verdrängungswettbewerb, störrisches Zielpublikum und die Sparwut der Deutschen im Allgemeinen und Besonderen aber muss es denn gleich das sein?



Der Kratzbaum mit Herz! Mit Liegefläche in Herzform, herzigem Höhleneinstieg und Plüschherz - ideal zum Valentinstag. Dieser kleine Kratzbaum ist das ideale Geschenk für ihren Schmusetiger. Der rosa Anhänger regt zusätzlich zum Spielen an.

Quelle
24.2.06 19:27


Ich wollte mich mal kurz melden.

Aktuell schlage ich mich mit Bilanzen und Kennzahlen herum und komme zu nix sonst. Ich hoffe auf das Wochenende, mir fehlt das Schreiben und der Kontakt mit meinen LeserInnen und anderen BloggerInnen. Dank des Jeckenirrsinns hier in Köln habe ich die nächsten Tage etwas mehr Zeit.

Aber jetzt interpretiere ich erst mal die Rentabilität und Liquidität einers Unternehmens anhand von Bilanz und GuV.

Wie ich heute gelernt habe, sind Personalkosten nicht die einzigen betriebswirtschaftlichen Drehpunkte für die Erfüllung betriebswirtschaftlichen Ziele. So, wie ich es immer schon vermutet habe, es ist aber gut, es jetzt auch wirklich zu wissen. Es wird zukünftig sicher interessant die Bilanzen von Unternehmen zu bewerten, die ständig Leute rausschmeißen.

Eines noch, sollte unter meinen Leserinnen und Lesern welche dabei sein, die arbeitslos sind und der Meinung sind, dass Betriebswirtschaft und Management (Vertrieb, Projektmanagemnt, BWL, Marketing) ihr oder ihm fehlt. Die Qualifizierung, die ich mache, hat ein hohes Niveau und ist zu empfehlen und ab 6. März. 2006 soll schon der nächste Kurs starten, wenn sie den Kurs voll kriegen. Weitere Infos gebe ich gerne per Mail weiter.
22.2.06 19:00


Konflikteskalation

Es hätte in den vergangenen Tagen sicher viel zu schreiben gegeben, doch eben habe ich den Stapel Zeitungen weggeworfen, den ich anhäufte, in der Hoffnung das ein oder andere noch verwerten zu können.

Diese Woche hatte wir Psycho-Woche in der Schulung. Umgang mit Stress, Zeit und was für uns die idealen Arbeitsbedingungen wären.

Interessant war die Spieltheorie, die war mir zwar im Studium begegnet aber wer der Professor bei uns für Spieltheorie kennt, weiß, dass dieser immer noch denkt, Wissenschaft sei für einen elitären Kreis gemacht.

Kennt jemand die 9 Stufen der Konfliktstrategien? Die sind wirklich interessant.

WIN/WIN-Strategien

1. Verhärtung: es gibt noch mehr kooperative Handlungen als konkurrierende Handlungen.
2. Debatte: kooperative und konkurrierende Handlungen halten sich die Waage.
3. Taten: konkurrierende Handlungen überwiegen vor kooperativen Handlungen

WIN/LOSE-Strategien

4. Images Koalitionen: Angriff auf die Würde der Person, private überwiegen öffentliche Angriffe.
5. Gesichtsverlust: Drohung der öffentlichen Bloßstellung.
6. Deutlich geschäftsschädigendes Verhalten: Rufmordkampagnen, noch sind die Worte größer als Taten

LOSE-Strategien

7. Begrenzte Vernichtungsschläge: Entzug der Existenzgrundlage, Taten sind größer als Töten, Verlust der Menschlichkeit, z.B. Guantanamo
8. Zersplitterung: gezielte Vernichtungsschläge, Töten
9. Gemeinsam in den Tod: "Was ich nicht haben kann, sollst du auch nicht haben".


Entscheidend ist, dass man in Stufe 4. noch umkehren kann, ab Stufe 5 wird es schwer und ab Stufe 6 ist es nicht mehr möglich.

Wenn ich mir so die aktuellen politischen Ereignisse anschaue und auch das seltsame Verhalten so mancher Blogger, die gern noch ein Öl in Form von Besserwisserei und Selbstgerechtigkeit ins Feuer schütten, kann man wirklich Angst bekommen. Die Win/Lose-Strategien sind darauf angelegt, dass nur einer gewinnt, dass der andere verliert. Liege ich falsch, dass viele Konflikte auf Stufe 4 und 5 ausgehandelt werden? Am besten in Verbindung mit einer Opfer-Strategie, die zwar moralischen Gewinn bringt aber keine Lösung des Problems. Worum geht es den Beteiligten so im allgemeinen? Darum einen Konflikt zu gewinnen oder ein Problem zu lösen?

Was aber diese Stufen der Gewalteskalation deutlich zeigt, dass es nicht einer sein kann, der alles eskalieren lässt, es müssen zwei sein, die eine Abwärtsspirale betreiben und verantworten zu haben.

Nachtrag:
Konkreter ist es hier formuliert.
11.2.06 17:22


Da ich endlich meine Schulung begonnen habe, werde ich in nächster Zeit vermutlich weniger posten. Die Frühjahrmüdigkeit tut ihr übriges.
6.2.06 18:05


Stöckchen

Auch mich erreicht nun das aktuelle Stöckchen, ich habe es mal aufgenommen:


Vier Jobs, die ich hatte

Gemeindepost ausfahren (Taschengeld aufgebessert)
Kassendienst in einem Restaurant am Frankfurter Flughafen (Guter Platz eine Menschenhasserin zu werden)
Akquisition bei einem Headhunter (Niemals wieder)
Betriebliche Umweltberatung bei einer IHK (Interessanter Job, erbärmliches Arbeitsklima)


Vier Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann

Babylon 5 (alle Staffeln, ideal um 7 Tage grippalen Infekt zu überstehen)
Antonias Welt
Chasing Amy
Salmonberries (Rosel Zech und Kd Lang als Femme/Butch-Paar)


Vier Plätze an denen ich gelebt habe

Frankfurt Gallus
Frankfurt Nordend
Buchenau bei Bad Hersfeld
Köln


Vier TV-Sendungen, die ich liebe

Zimmer frei (Jeden Sonntag Pflicht)
Die Sendung mit der Maus
Löwenzahn
Sonntagsmärchen


Vier Plätze an denen ich Ferien gemacht habe

Nordatlantik Frankreich
Korfu
Norderney
La Palma


Vier meiner Lieblingsmahlzeiten

Kartoffeln mit Bratwurst und Lauchgemüse
Rotes Thaicurry mit Hühnchen und Obst
Pasta in allen erdenklichen Variationen
Kartoffelgratin


Vier Seiten, die ich täglich besuche

Origami-Online
Junge Welt Online
Fr-Online
Wikipedia


Vier Plätze an denen ich jetzt lieber wäre

La Palma auf der Terrasse der kleinen Hütte, in der wir immer wohnen
Am Meer, egal wo
In einer Therme, bis zum Hals in warmen Wasser
Auf dem Fischerboot vor La Palma, begleitet von Delphinen


Wer mag, kann es aufheben.
5.2.06 14:28


Du bist manipuliert

Eigentlich habe ich keine Zeit, ich bekomme ganz real-life Besuch, da sich aber der Zug verspätet, lies mir dies eben noch Zeit einen Blick in die morgendliche Zeitung zu werfen.

Über die Wirkung von Werbekampangen ist geschrieben worden. Die Psychologen haben sich der Kampagne "Du bist Deutschland" angenommen. Wie wir alle wissen, ist das Unbewußte der Hüter unserer geheimen Wünsche und Sarkasmus und Spot in diesem Zusammenhang nur die Abwehr geheimer Sehnsüchte.

Wer am lautesten über die patriotischen Promi-Phrasen lacht, den haben sie am tiefsten berührt. Wer überschlau den Spot als banal verhöhnt, hat die Botschaft geschluckt.

Wir sind also alle ganz schlau manipuliert worden und drauf reingefallen, so der Schluß der Studie.

Liebe Psychologen, ihr kennt doch sicher den Spruch: "Trau keiner Studie, die du nicht selbst manipuliert hast". Und vom Wirken des Unbewußten in der Versuchsleitung mal ganz zu schweigen. Wobei hier wohl eher der Auftraggeber/bzw. mögliche Auftraggeber im Blick liegt. Schließlich landen nicht wenige diplomierte PsychologInnen in der Marktforschung.

Also, die Studie sagt also, dass alle, die diese Kampagne total daneben finden, zwar maulen aber die Botschaft geschluckt haben? Klar interessiert sich die Agentur Jung von Matt für eine solch banale Küchenpsychologie.

Was wirklich banal ist, ist die Erkenntnis, das Sarkasmus und Spott oft genug Sehnsüchte verbergen, ob nun unbewußt oder nicht, das würde ich allerdings dahingestellt sein lassen. Und noch was, liebe Psychologen, nicht nur Menschen, die diese Kampange mit Hohn und Spott überzogen, sehnen sich nach Zugehörigkeit, (alten) Werten (was immer damit gemeint sein mag) und Halt. Alle Menschen sehnen sich danach.

Eine Kampagne, die im Kern negativ ist, da es sie sonst nicht geben würde, ist nicht dazu angehalten, die Menschen zu ermutigen. Der allermeiste Spott wendete sich gegen diese inhärente Aussage. Vielleicht sollten mal die unbewußten Motive der Kampagnenmacher evaluiert werden. Im Bodensatz dieser Psychen werdet ihr dann die wahren Absichten der Kampagnenmacher finden: die weitere Vorbereitung der Massen auf neoliberales Gedankengut.

Quelle
Studie
1.2.06 13:40


Pelze im Regionalexpress

Gestern kommt die Liebste nach Hause. Großes Kino in der Regionalbahn. Als hätte man ein ganzes Altersheim in Pelze gesteckt und dann per Regionalexpress nach Köln verfrachtet. Ach, sag ich, vielleicht habe sie die auf der Kö zusammengetrieben. Und erinnere mich an die fünf meterlangen Schlangen an allen Kassen des Kaufhof an der Kö an einem 23.12.02 als ich mir nur ein bischen Lachskaviar kaufen wollte und sonst nicht wußte wohin. Alle um mich herum mit mittelalterlich, toupierten Haaren, im Pelz und Adlerfutter (aka kleine Hunde) und einer Stange Lauch oder wahlweise einer Orange im Körbchen. Die Liebste grinst. Schau doch mal, was in der Köln Arena los ist, das machen die doch nicht einfach so. Ah ja, Udo Jürgens, die "Jetzt oder Nie" Tournee mit irgendsoeiner Band, deren Namen ich sofort wieder vergesse, weil ich damit mein Hirn echt nicht belasten will. Jedenfalls wären wir auch bei wärmeren Temperatur nicht mehr vor die Tür gegangen, die Kölnarena ist bei uns um die Ecke.


Nachtrag: Heute war ich kurz in der Stadt, zwecks Erwerb diverser Thailandischer Kräuter und Gewürze, auch da wieder. Hier in Köln tragen alle Pelz, schamlos. Ich komme ja aus Frankfurt am Main, da hat die Gutmenschenlobby alles im Griff, in Frankfurt trägt man Pelz nur heimlich und zum Opernball.

Nachtrag II: Liebe Pelzmitführerinnen , Schokolade tötet Ihr Adlerfutter, ich meine, dann ist es wirklich Adlerfutter.
27.1.06 16:53


Johannes Rau

Johannes Rau ist diesen Morgen gestorben.

Quelle: reuters

Ein Patriot ist ein Mensch, der sein Vaterland liebt. Ein Nationalist ist ein Mensch, der die Vaterländer aller anderen verachtet (nach Johannes Rau)
27.1.06 12:38


Schöne neue Welt

Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Nein, es gibt nicht mehr Arbeitsplätze. In die Zeitung habe ich heute noch nicht geschaut, falls sich an diesem Punkt über Nacht etwas geändert haben sollte. Was sich aber ändert und dass dank der freundlichen Unterstützung hochfinanzierter Lobbys, wie INSM und Gehirnwäschekampagnen ist die Haltung von Unternehmen zu ihren Arbeitnehmern.

Beim lawblog wird ein Fall geschildert, in dem ein Arbeitnehmer eine Verzichtserklärung unterscheiben soll, in der er auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bezahlten Urlaub, sowie auf Sonderzahlungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichtet. In der darauf folgenden Diskussion in den Kommentaren wird deutlich, dass diese Praktiken im "Osten" wohl üblich sind. Tatsächlich handelt es sich hier um ein Unternehmen aus NRW. Wenn ich alles richtig verstanden habe, handelt es sich um einen produzierenden Betrieb in dem auch kein Festgehalt gezahlt wird. Details finden sich über einen Link in den Kommentaren.

Wie ich schon öfter geschrieben habe, gehören solche Unternehmen und Praktiken sozial geächtet. Jemand, der für solche antisozialen Machenschaften verantwortlich ist, sich sittenwidrig verhält, dürfte sich nicht mehr auf der Straße blicken lassen, ohne bespuckt zu werden. Was wir nicht brauchen sind Verhältnisse, wie ich kürzlich mal wieder in einem Bericht gesehen habe: eine Mutter hat drei Jobs und braucht trotzdem die Unterstützung durch kostenlosen Mittagessen gemeinnütziger Organisationen, was dort (wo wohl) auch kein Makel mehr ist, sondern eine Selbstverständlichkeit, dass man von seiner Erwerbsarbeit sich und seine Familie alleine nicht mehr ernähren kann.
Gegen genau diese Verhältnisse (wir hatten das und schlimmeres alles schon mal und in den sogenannten "Billiglohnländern" gibt es das auch immer noch) sind Menschen hier in Europa seit 200 Jahren nicht nur auf die Straße gegangen, sie haben teilweise auch mit ihrem Leben dafür bezahlt, dass es zu einem sozialen Gesellschaftsvertrag kommt, der versucht allen Menschen einen angemessenen Lebensstandard, soziale Sicherheit und Teilhabe zu sichern.

27.1.06 09:03


Link des Tages

hier klicken und Begriff eingeben!

via mehrzweckbeutel


26.1.06 17:11


Wenn der Spamschutz versagt

Ich kann es auch nicht lassen: hier und hier klicken.
26.1.06 14:15


Bemannte Raumfahrt und die Bahn

Wieso kann die Menschheit bemannte Flüge zum Mars planen, ist aber nicht in der Lage ein Schienennetz zu erfinden, dass mit ein bischen Schneematsch, ach was, Regen und Wind klarkommt?
26.1.06 13:22


Gute Laune

Ziemlich genau vor einem Jahr erlebte ich, wie Wirtschaftspolitk gemacht wird. Nicht, dass es mir nicht klar gewesen wäre aber es so deutlich ausgesprochen zu hören, war dann trotzdem schockierend gewesen. Eine regionale Auswertung des Geschäftsklimas fiehl ungeheuerlich positiv aus. Damals, vor der Wahl, als es der Wirtschaft bitteschön noch mies zu gehen hatte. Also wurde die Auswertung auf Anweisung der Geschäftsführung runtergeschrieben.

Inzwischen lässt sich die gute Stimmung wohl nicht mehr wirklich verheimlichen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verzeichnet einen Anstieg auf 102,0 Punkte und die Wirtschaft (ist) in bester Laune brüllt mir meine Zeitung morgens in die noch müden Augen kaum habe ich sie aus dem Briefkasten gezerrt. Ich erinnere mich an die Bewertung der Stimmung in Deutschland, in der besonders positiv bewertet wurde, dass Arbeitnehmer Angst haben. Schön, die Wirtschaft freut sich und dieses Jahr wird es sicherlich wieder üppigere Weihnachtsgeschenke für Geschäftskunden und -freunde geben. Und
Vermögen und Unternehmensgewinne werden sicherlich weiter steigen. Nur die Löhne stagnieren, stellt die Bundesregierung fest, berichtet die Frankfurter Rundschau.
Also, nicht so miesepeterisch Deutschland, der Wirtschaft geht es blendend, da soll dann doch kein kleinliches Genörgel über die stagnierenden bis sinkenden Reallöhne aufkommen, spendiert dem Chef zur Feier des Tages einen Schampus, schließlich soll er wissen, das euer Lohnverzicht sein Vermögen mehrt. Das ist doch der Auftrag der Politik, die Wirtschaft zu stärken. Und was ich auf Prognosen gebe, möchte ich hier nicht ausführren aber ich bin mir sicher, dass spätestens Mitte des Jahres die Bundesregierung eine Gewinnwarnung ausgeben wird.

26.1.06 12:26


Müntefering will Erhöhung von ALG II überprüfen

Laut einem Bericht der Rheinischen Post und Münchner Merkur will Bundesarbeitsminister und Vizekanzler eine Erhöhung des Regelsatz für ALGII überprüfen.

Zur Überprüfung des Regelsatzes ist die Bundesregierung verpflichtet:

Grundlage sind die tatsächlichen statistisch ermittelten Verbrauchsausgaben von Haushalten in unteren Einkommensgruppen. Datengrundlage ist die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe" (§28 Abs. 3 SGB XII)

Zu Grunde zu legen sind die Verbrauchsausgaben der untersten 20 von Hundert der nach ihrem Nettoeinkommen geschichteten Haushalte der Einkommens- und Verbrauchsprobe nach Herausnahme der Empfänger von Laistungen der Sozialhilfe. (§2 Abs. 3 RSVO)


Die letze Einkommens- und Verbauchsstichprobe (EVS) stammt aus dem Jahr 1998 (!). Sie ist bisher Grundlage für die Ermittlung des Regelsatzes für ALG II ab 2005. Diese Daten wurden dann noch von einer Kommission noch bereinigt auf "regelrelevante" Ausgaben. Obwohl hier von den unteren 20 von Hundert die Rede ist, hat man trotzdem den Regelsatz insofern bereinigt, dass man u.a. Ausgaben für Sportboote und Jachten anteiligt gekürzt, Auch Pelze und Maßkleidung wurden nicht als regelsatzrelevant eingestuft, deswegen wurde beim Bedarf für Kleidung auch nur 90% der statistisch erfasseten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe anerkannt. Bei Schuhen wurden ohne weitere Begründung nur 80% anerkannt. Dabei gingen 4,21 vom Regelsatz für die Empfänger verloren. Ich wiederhole es gern noch einmal, die Stichprobe erfasst die die Verbrauchsausgaben der untersten 20 von Hundert. (Alle Angaben zum Regelsatz sind dem Leitfaden Alg II/Sozialhilfe von A - Z, AG Tu Was, entnommen)

Die Stichprobe von 2003 war zum Zeitpunkt der Einführung von ALGII noch nicht ausgewertet. Dies ist zwischenzeitlich geschehen und deswegen ist die Regierung verpflichtet den Regelsatz anzupassen. Die Wohlfahrtsverbände rechnen mit einer Anhebung des monatlichen Regelsatzes um 10 ,-- Euro.

Münchner Merkur, Rheinische Post online
25.1.06 21:27


Unwort des Jahres

Gestern wurde als Unwort des Jahres von der Jury kritischer Sprachwissenschaftler "Entlassungsproduktivität" benannt. Dabei handelt es sich um die Produktivitätssteigerung (Leistungsverdichtung ist in diesem Zusammenhang auch ein schöner Begriff) bei Mitarbeitern, die mit weniger Kollegen die gleiche oder auch mehr Arbeit bewältigen müssen. Sozusagen ein Überschussproduktion auf dem Rücken der Noch-Arbeitsplatzinhaber, der im Moment in den aktuellen Tarifverhandlungen eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Genaueres, mit Beipsielrechnung, findet sich hier beim 37sechsblog.
25.1.06 08:19


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